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2. Behandlung von Kindern und Jugendlichen

Die meisten Behandlungen werden im Alter zwischen 10-14 Jahren begonnen, da dann der letzte Zahnwechsel stattfindet und die jungen Patienten ihre bleibenden Zähne vervollständigen.

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Diese Zeitspanne ist mit dem Haupt-Wachstumsschub und der beginnenden Pubertät verbunden, so dass funktionelle Geräte, die das Kieferwachstum positiv beeinflussen, ideal wirken können. Auch für Kinder und Jugendliche gibt es inzwischen sehr ansprechende, ästhetische Behandlungsmittel.

Grundsätzlich wird zwischen herausnehmbaren Geräten (A) und festsitzenden Zahnspangen (B) unterschieden.

A)

Herausnehmbare Spangen dienen zur Korrektur kleinerer Zahnfehlstellungen, als funktions-kieferorthopädische Geräte oder als Stabilisierungsspange zum Erhalt des erreichten Ergebnisses. Sie werden nach individuellen Wünschen angefertigt und in bunten Farben oder auch unauffällig gestaltet.

Der Bionator zum Beispiel, ist in unserer Praxis ein wichtiges Gerät, welches falsche Funktionsmuster korrigiert und somit die Kieferlage im Verhältnis zur Wirbelsäule positiv beeinflusst. Bei einem großen Überbiss kann so der Unterkiefer in die korrekte Position trainiert und somit das fehlgeleitete Wachstum in die richtige Richtung gelenkt werden. Ein deutlich schöneres, geraderes Profil mit harmonischen Konturen ist die Folge.

B)

Feste Zahnspangen –die sogenannte Multiband-Apparatur- gewährleisten eine gleichmäßige, kontrollierte Zahnbewegung und werden dazu eingesetzt, die Zähne im Kiefer an ihre korrekte Position zu bewegen und genauestens einzustellen. Bei der Wahl der festen Zahnspange können verschiedene Bracket-Systeme angeboten werden, die den Komfort deutlich erhöhen und die Tragedauer der festen Spange reduzieren. Programmierte Super-Mini-Brackets erleichtern die Pflege, tragen weniger auf und sind ästhetisch sehr zierlich und ansprechend. Selbst zahnfarbene Brackets (hochwertige Keramik) sind auch bei Kindern möglich, wenn ein Höchstmaß an Ästhetik gewünscht wird.

Zur Minimierung der anfänglichen Druckempfindlichkeit können super-elastische oder thermo-elastische Bögen zur Regulierung eingesetzt werden, welche mit sehr geringer Kraftabgabe die Zähne ganz sanft bewegen.

Zum Schutz der Zähne während der festen Spange bieten wir zusätzlich zu unserem Prophylaxeangebot zwei verschiedene Glattflächen-Versiegelungen an. In der Anfangsphase der festen Spange, wenn die erforderliche, spezielle Putztechnik noch nicht optimal umgesetzt werden kann, ist dies eine zusätzliche Sicherheit für Sie und Ihr Kind.

Oft ist es erforderlich, unerwünschte Wirkungen der festen Spange mittels zusätzlicher Hilfsmittel einzudämmen. Seitens der gesetzlichen Krankenkassen wird immer noch der Außenbogen als wirtschaftliches Mittel zur Verankerung der großen Backenzähne (Molaren) eingesetzt. Inzwischen gibt es jedoch viele Alternativen, um dieses doch extrem unkomfortable Behandlungsmittel zu ersetzen. Durch die Vermeidung unnötiger Diskussionen wegen der benötigten Tragezeiten zwischen Ihnen und Ihrem Kind, wird der Behandlungsablauf deutlich entspannter.

Die modernste und effizienteste Methode, um im Kiefer Platz zu gewinnen, ist der mögliche Einsatz kieferorthopädischer Mini-Implantate. Dadurch kann die Entfernung von bleibenden Zähnen heutzutage nahezu ganz vermieden werden. Mittels Stabilisierung oder Bewegung der Zähne gegen die eingesetzten Mini-Pins, können diese ohne Nebenwirkungen auf die benachbarten Strukturen gezielt einzeln bewegt werden.

Jedes Kind ist anders, daher stimmen wir unser Behandlungskonzept immer individuell auf jeden einzelnen Patienten ab und bieten Ihnen als Eltern die Möglichkeit aus unserem komfortablen Angebot zu wählen. Wir beraten sie gern.

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